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Der ?žTöpferkeller????
die ereignisreiche Geschichte eines Cafés im Süden Ostbelgien.

Im Herzen Bütgenbachs gelegen hat sich seit mehreren Jahrzehnten der ?žTöpferkeller??einen Namen gemacht. Doch was alles in der Vergangenheit rund um dieses Gebäude geschah, wissen dabei nur die wenigsten. Denn dass dort seinerzeit auch ein international erfolgreiches Unternehmen beheimatet war, ist nur einer von vielen Aspekten, die dieses Haus zu einem der touristischen Anlaufpunkte der Nordeifel machte.

Gründung und Gründer der Töpfereir.
Es war im Jahre 1981 als Ernst Degen, ein aus einer Kölner Familie stammender Liebhaber der ostbelgischen Gegend, das Gebäude von der örtlichen Fuhrunternehmerfamilie Weynand ankaufte. Das Haus wurde im 17. Jahrhundert erbaut und war eines der ältesten Bütgenbachs. Ernst Degen war in der Design-Sparte tätig und machte nach vielen und kostspieligen Umbauarbeiten aus der alten Bauerei eine Töpferei. Der Name der Örtlichkeit sollte ?žKeramische Werkstätte Ardenner-Töpferhof??sein. Das nötige technische Know-How zum Töpfern brachte dabei sein Geschäftspartner Mathias Schwarze mit, der in der Keramikbranche aktiv war. Beide machten sich somit ans Werk, Töpferarbeiten aus Bütgenbach für Auftraggeber aus Nah und Fern anzufertigen.

Aus Bütgenbach in die Hände des Papstes ??br> die Töpferei und ihre Produkte.
Der erste Auftrag, den Ernst Degen und sein Partner seinerzeit zu erfüllen hatten, war ein Dreiwappenkrug für den Geschichtsverein ?žZwischen Venn und Schneifel??(ZVS). Solche Krüge wurden in der Folge auch für die Gemeinden Bütgenbach, Amel, Büllingen, St.Vith und Eupen angefertigt. Der große Durchbruch gelang der Töpferei im Jahre 1989. Damals entwickelte man die Duftlampen, bei denen eine Glasschale mit ätherischen Ölen gefüllt, über einer kleinen Kerze sitzt. Dieses Produkt sorgte für volle Auftragsbücher und auch die Anzahl Mitarbeiter stieg stetig an. Zu Höchstzeiten arbeiteten 25 Menschen in dem Bütgenbacher Unternehmen. Und die Krüge, Schalen oder Vasen gingen mehr und mehr ebenso in berühmte Hände über. So wurde beispielsweise Papst Johannes Paul II bei seinem Besuch in Banneux ein in Bütgenbach gefertigter Brottopf überreicht. Auch Königen Fabiola, Ex-Premierminister Jean-Luc Dehaene oder der deutsche Altkanzler Helmut Kohl haben bei diversen Gelegenheiten Produkte aus dem Töpferhof erhalten. Die Produkte aus Bütgenbach wurden zudem bei renommierten Messen in Frankfurt oder der Schweiz dem fachkundigen Publikum präsentiert. Auch der touristische Aspekt der Produktion kam immer mehr zum Tragen. So empfing Ernst Degen viele Reisetouristen, um diesen das komplexe Handwerk des Töpfern näher zu bringen.

Ein weiteres Standbein ?? Restauration im Töpferkeller .
Im Jahre 1985 war zwischenzeitlich weiter um- und ausgebaut worden, woraus der ?žTöpferkeller??als Café und Restaurant entstehen sollte. Die Töpferei und der nun dazugehörige ?žTöpferkeller??forderten natürlich einiges an Arbeit vom Inhaber und seinen Angestellten ab. Gastronomie und Töpferei gleichzeitig zu betreiben wurde mit der Zeit jedoch unmöglich. Aus diesem Grunde wurde der gastronomische Bereich dann auch von 1989 bis 1997 geschlossen worden. Mitte der neunziger Jahre machte der verbliebene Bütgenbacher ?žTöpferhof??dann bewegende Jahre mit. Die Töpferei wurde 1995 von Ernst Degen wegen der ungeklärten Erbfrage geschlossen und er konzentrierte sich nach weiteren Änderungsarbeiten ab 1997 wieder ausschließlich auf den gastronomischen Bereich im ?žTöpferkeller?? Das Café und das angeschlossene Restaurant leitete er bis 2003, bevor er auch diese schloss und sich aus der aktiven Geschäftswelt zurückzog.

Töpferkeller heute ??ein Treffpunkt in gemütlicher Atmosphäre.
Wie sollte es nach dem Rückzug des Gründers Ernst Degen weitergehen? Nun, die Nachfolge konnte nach einiger Zeit geregelt werden. Yannic Maraite aus Maldingen war bereits seit längerem aus Investitionsgründen auf der Suche nach einer Immobilie und ohnehin oft in Bütgenbach zugegen. Zunächst hielt er nach einer Baustelle ausschau, ehe er dann aber nach einem älteren Haus suchte, das er entsprechend umbauen konnte. So wurde er eben auf jenes Gebäude aufmerksam, was als ?žTöpferkeller??bekannt war. Schnell waren er und Ernst Degen sich einig, so dass Yannic Maraite im April 2007 Besitzer des ?žTöpferkellers??und der dazugehörigen Räumlichkeiten wurde. Offizieller Beginn seiner Tätigkeiten war dann der 15. Juli 2007. In Sachen Ausstattung verfügte das Restaurant bereits über hervorragend unterhaltene Gerätschaften. Nach weiteren Investitionen eröffnete er das Café ?žTöpferkeller?? Und schnell enstand hier ein Zentrum der Freizeitgestaltung vieler Leute. Die sympathische und gemütliche Atmosphäre, das durch das hölzerne und urig angelegte Intérieur mit einem dazugehörigen Kachelofen geweckt wird, locken zahlreiche Kunden nach Bütgenbach. Gemütliche Lounge-Ecken laden zu entspanntem Verweilen in angenehmer Runde ein. Dazu erfüllen ein innovatives und reichhaltiges Getränke ??und Snackangebot die Wünsche der Kunden.

Der Deckel auf dem Topf?? das angrenzende Blumengeschäft.
Direkt neben dem ?žTöpferkeller??im angrenzenden Eckraum hat die Lebensgefährtin von Yannic Maraite, Melanie Knips, einen Blumenladen eingerichtet. Neben der farbenvollen Pracht herrlicher Blumen und Pflanzen kann man in diesem überaus stilvoll eingerichteten Geschäft noch ein ganz besonders wertvolles Gut erwerben: getöpferte Ware, hergestellt zu den glorreichen Zeiten des ?žTöpferhofes?? Diese sind dort ausgestellt und können bei Interesse im Blumengeschäft von Interessenten und Liebhabern erworben werden. Ein umfangreiches Angebot, dass wohl in jedem Haushalt eine Aufwertung darstellen kann.

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